Tipps und Tricks
Bau eines Freilandterrariums (von Udo Bruck)
Hobbykollege Udo Bruck hat in seinem Garten ein Freilandterrarium für Zauneidechsen angelegt. Netterweise hat er von allen Bauabschnitten Fotos gemacht und kurze Erklärungen dazu geschrieben. Diese hervorragende Foto-Bauanleitung könnt ihr unter diesem Link finden. Falls ihr Fragen habt, könnt ihr euch direkt per Mail an Udo wenden.
Klapptür mit Silikonscharnier
Als Alternative zu Schiebescheiben hat sich bei mir eine Klappfrontscheibe sehr gut bewährt. Da die käuflichen Scharniere aus Metall aber nicht dauerhaft auf Glas zu verkleben sind, benutze ich stattdessen ein selbstgebautes Silikonscharnier. Das hat neben der sehr guten Haltbarkeit noch weitere Vorteile: eine bessere Optik im Vergleich zu Metallscharnieren und die Frontscheiben können dadurch sehr dicht gebaut werden.
Hier die Bauanleitung:
Zuerst reinigt man die Scheiben gründlich mit Spiritus oder Glasreiniger. Danach klebt man einen Klebestreifen (Tesafilm hat sich am besten bewährt) von innen an die Seitenscheibe und die Klapptür.
Die Lücke zwischen den beiden Scheiben sollte gleichmäßig über die ganze Höhe ca. 5 mm breit sein. Das gilt für 4 mm dicke Scheiben, bei dickerem Glas muß die Lücke entsprechend größer sein.
Der Klebestreifen dient erstens dazu, die Klapptür fixieren, solange das Silikon noch nicht fest ist und soll zweitens ein Austreten des Silikions in das Terrarieninnere beim Klebevorgang verhindern. Dann klappt man die Tür zu und fixiert sie mit weiteren Klebestreifen so, wie sie später im geschlossenen Zustand sein soll.
Jetzt klebt man noch von außen an die Kanten von Klapp- und Seitenscheibe zwei Streifen Tesa, die verhindern sollen, dass die Scheiben beim Verkleben mit Silikon verschmutzt werden.
Nun kann man das Silikon in die Lücke drücken. Dabei ist zu beachten, dass keine Luftblasen entstehen und das die Kanten komplett mit Silikon verklebt werden. Hat man das geschafft, pinselt man die Naht mit einer Spülmittellösung ein und streift das überschüssige Silikon von außen mit einem Spachtel oder ähnlichem ab. Nachdem dann die 2 Klebestreifen vorsichtig abgezogen wurden, muß das Silikon mindestens 24 Stunden abhärten. Danach kann man sie öffnen und den inneren Klebestreifen entfernen.
Wichtig ist noch, dass gutes Silikon verwendet wird, z. B. Perenator Aquariensilikon o. ä.
Nachträglicher Einbau von überläufen in Terrarien
Der nachträgliche Einbau eines über- bzw. Ablaufes ins Terrarium kann ohne größere Probleme mit Hilfe eines Glasbohrers und Silikonschlauch bewerkstelligt werden. Dazu legt man das Terrarium zuerst trocken und bohrt dann vorsichtig von außen an einer günstigen Stelle ein Loch in das Glas. In dieses Loch klebt man den Silikonschlauch und verbindet ihn mit dem Abwassersystem. Wichtig dabei ist allerdings, dass man einen vernünftigen Diamantkernbohrer benutzt und das die Bohrstelle während der Arbeit mit Wasser gekühlt wird (z. B. mit einer Blumenspritze). Weiterhin sollte man über den Bohrer ein rundes Stück Styrodur, Kork o. ä. schieben, damit man beim Durchstoßen des Loches die Scheibe mit dem Bohrfutter nicht gleich wieder zerdeppert. Hat man das Loch unfallfrei gebohrt, reinigt man das Glas und den Silikonschlauch mit Spiritus und klebt ihn mit Silikon ein, ergibt eine nahezu unlösbare Verbindung und kostet nicht viel Geld.
© Thomas Schäffer
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